Berufskolleg am Eichholz

des Hochsauerlandkreises in Arnsberg

"Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage" ist eine Initiative von Schülerinnen und Schülern, die sich aktiv gegen jede Form von Diskriminierung einsetzen wollen. Das Projekt bietet Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit, das Klima an ihrer Schule aktiv mitzugestalten, indem sie sich bewusst gegen jede Form von Diskriminierung, Mobbing und Gewalt wenden. Als das größte Schulnetzwerk in Deutschland gehören ihm über 1500 Schulen an, die von rund einer Million SchülerInnen besucht werden.

Im Zusammenhang mit den Morden des „Nationalsozialistischen Untergrund“ und den wachsenden unterschwelligen Animositäten bei der Bewältigung der Finanzkrise in der EU kam im Frühjahr 2012 die Idee auf, am Berufskolleg am Eichholz etwas gegen Vorurteile, Rassismus und Fremdenfeindlichkeit zu tun. Das schien umso nötiger, als hier Schüler und Schülerinnen aus über 40 Nationen weiterhin friedlich miteinander leben und lernen sollten. Auf Anregung von Frau Susanne Schulze, der Leiterin der Evangelischen Erwachsenenbildung im Kirchenkreis Arnsberg, wurden erste Gespräche mit der Bundeskoordination des Projekts "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage" seitens der Schulleitung geführt. Ziel war es, das Berufskolleg am Eichholz als eine an der Initiative teilnehmende Schule offiziell aufzustellen.
Zum Jahreswechsel 2013/14 stimmten 70,5 % der Schülerinnen und Schüler mit ihren Unterschriften für das Projekt. Gleiches galt für 83 % der Lehrer und Lehrerinnen sowie für das gesamte technische Personal und für das Sekretariat. Im Frühjahr 2014 wurden dem Berufskolleg die Voraussetzungen für die Auszeichnung offiziell durch die Bundeskoordination in Berlin bescheinigt. Am 17. November 2014 wurde schließlich im Rahmen einer Festveranstaltung dem Berufskolleg am Eichholz offiziell der Titel "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage" verliehen. Bei dem Festakt waren auch Fernsehen und Presse sowie MdB Dirk Wiese und der stellvertretende Landrat anwesend.

An einer Schule, die sich zu den Zielen einer "Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage" bekennt, gehen Schüler und Schülerinnen sowie Lehrer und Lehrerinnen folgende Selbstverpflichtung ein:

  1. Ich werde mich dafür einsetzen, dass es zu einer zentralen Aufgabe einer Schule wird, nachhaltige und langfristige Projekte, Aktivitäten und Initiativen zu entwickeln, um Diskriminierungen, insbesondere Rassismus, zu überwinden.
  2. Wenn an meiner Schule Gewalt geschieht, diskriminierende Äußerungen fallen oder diskriminierende Handlungen ausgeübt werden, wende ich mich dagegen und setze mich dafür ein, dass wir in einer offenen Auseinandersetzung mit diesem Problem gemeinsam Wege finden, zukünftig einander zu achten.
  3. Ich setze mich dafür ein, dass an meiner Schule ein Mal pro Jahr ein Projekt zum Thema Diskriminierungen durchgeführt wird, um langfristig gegen jegliche Form von Diskriminierung, insbesondere Rassismus, vorzugehen.
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